Logo Henry Kessler
Was kostet Psychotherapie, wie wird sie finanziert?
 
Beide von mir skizzierten Verfahren, die psychoanalytische Psychotherapie und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, werden von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bezahlt, wenn eine psychische Störung mit Krankheitswert vorliegt. Je nach Versicherungsvertrag werden die Kosten auch von den privaten Krankenversicherungen (PKV) erstattet, wobei es Unterschiede hinsichtlich der Anzahl der bewilligten Sitzungen gibt.
 
Mit der Verabschiedung des Psychotherapeutengesetzes wurden 1999 zwei neue Heilberufe gesetzlich verankert: der Psychologische Psychotherapeut (PP) und der Psychotherapeut für Kinder- und Jugendliche (KJP). Seitdem gibt es für Patienten das Erstzugangsrecht zum Psychotherapeuten, ohne Umweg über einen Arzt.
 
Bis zum Antrag auf Kostenübernahme stehen 5 bis 8 sogenannte probatorische Sitzungen zur Verfügung, in denen die Symptomatik diagnostisch eingeschätzt wird, sowie eine biografische Anamnese und ein psychischer Befund erstellt werden. Es geht darum, die inneren wie äußeren Bedingungen zu erfassen, die zu der Entstehung und Aufrechterhaltung der psychischen Störungen wesentlich beigetragen haben (und dies noch immer tun). Und auch die gesunden Anteile der Persönlichkeit zu sehen (Ressourcen), die notwendig sind, um die Symptomatik überwinden zu können.
 
Da ich über eine Kassenzulassung verfüge, bin ich berechtigt, Psychotherapie für Erwachsene zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) abzurechnen. Dafür benötige ich die Versichertenkarte der Patienten. Für Privatpatienten stelle ich Rechnungen aus, die bei den Privatversicherungen (PKV) zur Erstattung eingereicht werden können.